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Hohe Feiertage

Zu den Vorbereitungen für die Hohen Feiertage (schon wieder nächste Woche, wo ist nur die Zeit geblieben???) gehört es auch, daß man sich Synagogenkarten zulegt. Man geht also am besten in die Synagoge seines Vertrauens und kauft sich dort die entsprechenden Karten. Das geht ganz einfach vor dem Schabbatg’ttesdienst. Naja, theoretisch – wenn man dahin käme. Und eben nicht irgendwie nur aus Arbeit bestünde. Glücklicherweise gibt es auch den Überweisungsservice – man bekommt dann die Karten zugeschickt.
Warum noch Karten, wenn man eh schon Gemeindebeitrag zahlt? Nun, das hatte neulich Rabbinerin Ederberg wie ich finde sehr schön zusammengefaßt. Ich erlaube mir, zu zitieren:

  • Finanzen für die Synagoge und Gemeinde bereit zu stellen
  • Zu wissen, wer zu den Gottesdiensten kommt, sodass die Leute später auch wieder angesprochen werden können
  • Für die Gemeindemitglieder sind die Syngogenkarten Ausdruck der eigenen Zuordnung zu einer bestimmten Synagoge innerhalb der Gemeinde, und geben Stimmrecht sowie das
    aktive und passive Wahlrecht.
  • Für die Synagoge ist es wichtig für unsere „Stellung“ innerhalb der Gemeinde: Anhand der Karten wird die Größe der Synagoge bemessen und damit auch z.B. die Finanzen.

Besonders der letzte Punkt war mir zum Beispiel neu. Alles in allem sehr logisch. Allerdings ist mir seid einigen Jahren aufgefallen, daß die Karten immer teurer wurden. Offensichtlich hat man aber aus den letzten Jahren gelernt und die Ermäßigung für Senioren wieder eingeführt und auch endlich wieder die Ermäßigungsmöglichkeiten für Nichtmitglieder. Naja, ich werde also am Freitag (endlich) mal wieder den Schabbat in der Synagoge verbringen und mit vorher meine Karte holen – Erew Rosch Haschana ist es doch etwas spät und meistens total überfüllt….

Da fällt mir eine Frage an die werte Leserschaft ein, braucht man z.B. an Weihnachten auch Karten für die Kirche? Da aber vielleicht zur Besucherkontrolle, damit’s nicht zu voll wird?

Achso ja, für die, die es nicht wissen, Rosch Haschana beginnt am Montag abend. In diesem Sinne auch das sehr schöne Video oben. Der Grenzgänger hatte neulich auch ein sehr schönes Video zum Thema gepostet. Für mich werden es auch wieder Tage des Innehaltens werden. Seltsam, wenn man aus der Synagoge kommt und irgendwie ist „draußen“ das Leben weitergegangen. Man möchte jedem alles Gute wünschen und würde nur seltsam angesehen. Ich bin froh, daß ein neues Jahr beginnt, mit neuen Aufgaben und Herausforderungen…. Darunter auch ein Mann, der lernen muß, daß es auch andere Neujahre gibt, die es zu feiern gilt. Du wirst es wie immer großartig machen, mein König.

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3 Comments

  1. Anonym Anonym

    Das Video ist nett – interessanter ist aber, dass gerade die Liberalen sich solche Videos gerne auf die Website stellen ;).

    Also bei uns gibt es keine Synagogenkarten. Jeder kommt einfach und es funktioniert auch.

    Ich wünsche Dir Shana tova – sei es nur zum Guten – und Chatima tova.

  2. Na, ganz kann ich Dir nicht zurstimmen. Das Video fand ich einst über einen orthodoxen Blogger. Leider ist das schon eine Weile her und ich weiß nicht mehr, wo das war. Ich räume meine Lesezeichen eben doch zu oft auf….

    Danke für die Wünsche und die Informationen. Dir auch Schana tova!

  3. Wünsche dir schana tova, alles Liebe und Gute zum Neuen Jahr!

    Anna

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