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Barenboim bei „Literatur im Foyer“


Gestern hat Daniel Barenboim sein neues Buch „Klang ist Leben“
vorgestellt – beziehungsweise besprochen – oder besser immer mal erwähnt. Das lag nicht an ihm, wie mir schien, vielmehr an der Dame, mit der er Sprach: Thea Dorn. Der Glashof des Jüdischen Museums in Berlin diente als Kulisse für die Fernsehaufzeichnung des SWR.

Erschreckend fand ich persönlich, wie Frau Dorn über das „West-Eastern-Divan-Orchestra“ sprechend, ein Bild entwickelte, in dem arabische Musiker westliche klassische Musik nicht kennen sollten. Immer wieder kam sie darauf zurück, wie schwierig es doch sein mußte etc. p.p. Eine mehr als zentralistisch europäische Denkweise. Warum sollte bitte ein arabischer Musiker ein (westlich) klassisches Instrument erlernt haben, um damit die klassisch arabische Musik zu spielen? Ich hatte gelegentlich den Eindruck, daß auch Herr Barenboim an der guten Frau zweifelte… Etwas Selbstzweifel würde ihr vielleicht auch gut zu Gesicht stehen. Passend zu einem ihrer Buchtitel („Marleni: Preußische Diven blond wie Stahl“) ist auch sie erblondet, platinerblondet….

Achso, die Sendung kann man übrigens am 31.08.08 um 13:30 Uhr im 3sat sehen.

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